Möchte man selbst im tiefsten Winter nicht auf eine Wanderung in den Alpen verzichten, führt der Weg an Schneeschuhen kaum vorbei. Wenn man dann noch ein gutes Wandergebiet kennt welches auch mit Schneeschuhen leicht zu erkunden ist, umso besser.

Im Mangfallgebirge in den bayrischen Voralpen, gar nicht weit entfernt von München, gibt es bei Flintsbach am Inn genau ein solches Gebiet. Weit ab vom Trubel eines Sudelfelds oder Spitzingsees, kann man hier mit etwas Glück die Einsamkeit der Berge genießen. Das Almengebiet um den Bergbauernhof Hohe Asten und Riesenkopfalm ist ein idealer Ort für Schneeschuhgänger. Einen beispielhaften GPS-Track für die unten beschriebene Tour findet ihr zum Download am Ende der Seite.

Touren-Beschreibung

Flintsbach erreicht man mit dem Auto aus Richtung München kommend über die A8 und A93. Oder aber viel bequemer und umweltfreundlicher per Bahn. Der Meridian fährt vom Münchner Ostbahnhof über Rosenheim direkt nach Flintsbach zu unserem Start der Schneeschuhtour.

Die 12 Kilometer lange Tour mit knapp 700 Höhemetern starten wir vom Bahnhof aus. So gehts es anfangs kurz durch Flintsbach hindurch, bevor es dann an der Nordflanke zwischen Maiwand und Petersberg im Wald immer weiter bergauf geht. Bei unserer Tour lag in diesem Bereich nur wenig Schnee, sodass wir sogar bis zum Abzweig am Petersberg mit Wanderschuhen voran kamen. Beim Bauer am Berg wurde der Schnee schließlich zu hoch und der Weg war noch nicht allzu sehr begangen, sodass ein Vorankommen mit Schneeschuhen einfacher war.

Nach ca. 4 Kilometer Strecke erreicht man dann das Almengebiet der Hohe Asten. Hier öffnet sich das erste Mal der Blick in die weitere Umgebung. So zum Beispiel nach Österreich zum Wilden Kaiser. Wenig später verschwindet man allerdings abermals im Wald, welcher uns erst wieder an der Riesenkopfalm ins Freie entlässt.

Aufgrund der offenen Landschaft, kann man in diesem Gebiet aber beliebige Wege nehmen. Teils ist es sogar möglich, querfeldein über die tief verschneiten Wiesenflächen zu gehen. Arg steile Hänge an denen eine Lawinengefahr droht, sucht man hier auch fast vergebens. So ist auch ein sicherer Aufstieg auf den nahegelegenen Großen Riesenkopf möglich.

Wir entschieden uns nach kurzer Rast an der Riesenkopfalm, den Rückweg mit einem Abstecher zum Bergbauernhof Hohe Asten anzutreten. Hier über die Schneebedeckten Wiesen zu stapfen während der Blick hinab in das Inntal schweift, ist einfach wunderbar.

Anschließend erfolgt der Abstieg bis zum Petersberg auf identischem Wege. Dank Schnee und Schneeschuhen allerdings deutlich flotter als dies mit Wanderschuhen im steilen, harten Gelände möglich wäre.

Für Schneeschuh-Einsteiger sei hier auch erwähnt, dass diese Fortbewegung deutlich anstrengender ist als eine reine Bergwanderung. Man sollte Schneeschuhtouren am Berg daher nie unterschätzen.

GPS-Track

Bei GPSies könnt Ihr euch den Track ansehen und in verschiedenen GPS Formaten herunterladen. Mit einem Klick auf „Track anzeigen“ landet Ihr dort.

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