Nicht nur in den korsischen Alpen, sondern auch direkt an der Küste gibt es einige Berge deren Besteigung sich außerordentlich lohnt. Der Monte Stello ist einer von Ihnen.

Bevor Ihr zur Wanderung aufbrecht, solltet Ihr allerdings folgendes beachten. Aufgrund seiner exponierten Lage auf der nördlichen Halbinsel zwischen 2 Meeren, kann am Gipfel sehr schnell ein Wetterumschwung einsetzen, zudem weht in den oberen Lagen ein nicht zu unterschätzender Wind. Hinzu kommt, dass fast der gesamte Weg durch offenes, nur von Sträuchern bewachsenes Gelände führt und es somit fast keinen Schatten gibt. An einem sonnigen Sommertag sollte man sich die Besteigung also sehr gut überlegen und entsprechend vorsorgen (viel Wasser und unbedingt eine Kopfbedeckung). Am Ende des Beitrages findet Ihr den GPS-Track zur Tour.

Beschreibung

Wir starten die Wanderung von Silgaggia aus, einem kleinen Bergdorf auf 250m Höhe. Von Bastia aus kommend folgt man dazu der D80 bis Erbalunga und biegt dort links in die erste größere Straße die D54 ab. Hier fährt man einfach soweit den Berg hinauf wie es geht, denn Silgaggia ist eine Sackgasse. Im Ort selbst gibt es einige Parkplätze, da die Straße aber sowieso zu Ende ist, kann man sich auch getrost an den Fahrbahnrand stellen.

Da Silgaggia schon einige Meter über dem Meeresspiegel liegt, sind es von hier aus bis zum Gipfel „nur noch“ knapp 1000 Höhenmeter. Man folgt dabei der einzigen Straße immer weiter, denn diese geht direkt hinter dem Ort in einen etwas breiteren und später engeren Kies-/Wanderweg über. Der Weg führt dann ohne weitere Abzweigungen direkt bis zum Gipfel. Uns begleitete ab Silgaggia ein Hund die ganze Zeit bis zum Gipfel, der den Weg scheinbar nicht zum ersten Mal mit lief und es auf das Proviant der Wanderer abgesehen hatte.

Technische Herausforderung gibt es während der Wanderung nicht. Der Weg ist größtenteils gut begehbar und wird lediglich weiter oben etwas ausgesetzter und man muss teils über loses Geröll laufen. Oft geht es dabei durch die wunderbar duftende Macchia welche einem glücklicherweise nicht die grandiose Sicht auf das Mittelmeer verdeckt. Andere Wanderer haben wir unterwegs nicht getroffen und auch auf dem Gipfel waren wir alleine. Von dort oben konnten wir kurzzeitig nachdem sich die Wolken verzogen hatten, sogar die komplette Nordspitze Korsikas sehen, mit dem Mittelmeer zur linken und rechten Seite. Ein wirklich einmaliger Anblick! Zurück geht es auf dem selben Weg den wir gekommen sind. Es besteht zwar auch die Möglichkeit eines alternativen Abstieges gen Süden über Pozzo, hier müsste man aber um zum Ausgangsort zurück zu kommen, ein großes Stück Straße laufen.

Über die Bilder kommt die einzigartige Landschaft leider nur schlecht zum Ausdruck, da wir einen recht nebligen Tag erwischt hatten (oder zum Glück, zwecks des fehlenden Schattens). Trotz dessen ist der Monte Stello definitiv einen Ausflug wert.

Die komplette Gehzeit liegt bei zwischen 4 bis 6 Stunden.

GPS-Track

Bei GPSies könnt Ihr euch den Track ansehen und in verschiedenen GPS Formaten herunterladen. Einfach auf die untere Grafik klicken.

gpsies-tracks