Wer von München aus mit dem Rennrad die Alpen erkunden möchte, braucht eine gute Kondition. Je nachdem von wo aus man startet, sind 50 bis 100 Kilometer zurück zu legen, bevor man die Münchner Schotterebene und das Alpenvorland hinter sich gelassen hat. Eine Tour durch das Rißtal zur Eng, stellt mit einer Gesamtdistanz von 250 Kilometern, aber nur 2.000 Höhenmetern eine anspruchsvolle Tagestour dar.

Anfahrt ab München

Ausgehend vom Start in München, kann sich die Anfahrt leicht unterscheiden. Spätestens ab und bis Bad Tölz, bewegt man sich aber auf identischer Route. Den gesamten Track findet Ihr zudem am Ende des Beitrages. Aufgrund der Verkehrssituation empfiehlt es sich die Runde gegen den Uhrzeigersinn zu fahren.

Hat man Bad Tölz hinter sich gelassen, wird kurz darauf der Tölzer Hausberg, der Blomberg kaschiert. Vorbei am Stallauer Weiher und durch Bad Heilbrunn hindurch, fährt man zumeist auf Fahrradwegen neben der Bundesstraße 472. Über einen Abstecher durch Benediktbeuren erreicht man die Bundesstraße 11, welche wir bis kurz vor Wallgau nicht mehr verlassen werden. Ein Radweg ist hier oft nicht vorhanden.

Kesselberg

Ging es bis zum Kochelsee noch weitestgehend eben dahin, schraubt sich die B 11 nun den Kesselberg bis auf 859 Meter empor. Die Steigung ist relativ gleichmäßig und einfach zu fahren. Kurz nach der Passhöhe erfolgt auf der Kesselbergstraße schon die rasante Abfahrt zum Walchensee, dem wir im weiteren Verlauf am Südufer entlang folgen. Da die gesamte Region sehr beliebt ist, sollte man an Wochenend- und Feiertagen mit entsprechend starkem Verkehr rechnen. Erst ab Wallgau verlassen wir die B 11 wieder und begeben uns auf die Mautstraße in Richtung Vorderriß.

Rißtal

Immer entlang der Isar geht es Fluss-abwärts weiter bis nach Vorderriß. Hier befindet sich der Endpunkt der Mautstraße zwischen Wallgau und Vorderriß und gleichzeitig beginnt dort die Bundesstraße 307, welche wir später auf einem Teilstück bis zum Sylvensteinspeicher folgen. Außerdem zweigt hier in südlich verlaufender Richtung die Straße in das Rißtal ab. Etwa 25 Kilometer lang geht es auf dieser Straße nun bergauf, von 780 auf 1190 Höhenmeter. Nach etwa 1/3 der Strecke wird die deutsch-österreischiche Grenze überschritten und Hinterriß erreicht. Nach einem weiteren drittel kommt der Große Ahornboden in Sichtweite und schließlich ist der höchste Punkt der Tour erreicht, der Eingang zum Almdorf Eng (welches für Radfahrer gesperrt ist).

Auf identischer Strecke kann man sich nun zurück bis nach Vorderriß hinab rollen lassen oder sich mit Full Speed ins Tal stürzen.

Sylvensteinsee

Auf der vorher erwähnten B 307 geht es nun dem Sylvensteinsee/Sylvensteinspeicher entgegen. Über die Fallerklammbrücke wird dieser überquert und der eigentliche Staudamm erreicht. Speziell für Radler und Fußgänger gibt es hier den Toni-Seber-Weg, welcher durch ein Tunnel, hindurch in das Tal hinab führt.

Neben der B 13 verlaufend geht es auf einem Radweg bis nach Lenggries hinab und anschließend nach Bad Tölz zurück. Wer diese Runde ab Bad Tölz startet, hat am Ende 150 Kilometer auf dem Tacho stehen.

GPS-Track

Bei GPSies könnt Ihr euch den Track ansehen und in verschiedenen GPS Formaten herunterladen. Mit einem Klick auf „Track anzeigen“ landet Ihr dort.

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