Von Flintsbach am Inn aus, kann man in einer bequemen, aber langen Bergwanderung den Großen Riesenkopf, den Petersberg und den höchstgelegensten ganzjährig bewirtschafteten Bauernhof Deutschlands, die Hohe Asten, erreichen. Die gesamte Wanderung ist 17 Kilometer lang und man überwindet knapp 1.000 Höhenmeter, für die man zwischen 5 und 7 Stunden reine Gehzeit einplanen sollte. Auf dem Petersberg und dem Berggasthof Hohe Asten gibt es die Möglichkeit einzukehren. Den GPS Track findet Ihr am Ende des Beitrages.

Petersberg

Wir sind bequem mit der Bahn aus München angereist und starteten unsere Wanderung am Bahnhof in Flintsbach. Im Gegensatz zum ebenso per Bahn schnell zu erreichenden Wandergebiet rund um Bayrischzell, Schliersee und Tegernsee, ist das Brannenburger Gebiet nur wenigen Bahnreisenden aus München bekannt. Entsprechend leer sind die Abteile des Meridian nach Kufstein.

Das erste Ziel ist der Petersberg (847 m) auf dem sich ein Gasthof und eine Kirche befinden. Der Aufstieg dahin führt durch dicht mir Bärlauch bewachsenen Wald und am Wegesrand kann man bei entsprechender Witterung, sehr viele Feuersalamander entdecken. Etwas später erreicht man die asphaltierte Forststraße, welche kurz vor dem Gipfel des Petersberg sich in Serpentinen nach oben windet. Von hier aus hat man den ersten schönen Blick hinab ins Tal und kann bei gutem Wetter sogar den Chiemsee erkennen. Ebenso lässt sich gen Westen hin, die schroffe Maiwand erblicken.

Der hintere Abstieg über den Petersberg ist nur ein kurzes Stück etwas schwierig und ausgesetzt, aber mit Stahlseilen gesichert. Schließlich erreicht man einen einstigen Bergbauernhof, Bauer am Berg genannt. Dort verlassen wir den breit ausgebauten Forstweg, der zwar auch zu unserem nächsten Ziel, dem Bergbauernhof Hohe Asten führt, aber bei weitem nicht so schön ist wie der schmale Wanderweg dem wir folgen.

Hohe Asten & Riesenkopf

Vom Petersberg aus benötigt man etwas mehr als 1 Stunde bis Hohe Asten. Wer möchte kann hier rasten um dann die letzten Anstiege bis zum Großen Riesenkopf in Angriff zu nehmen. Über einen schmalen Pfad ab Vorderasten, geht es im Wald entlang bis zur ersten Kreuzung. Wer möchte kann sich hier rechterhand zu einem Aussichtspunkt im Wald begeben, von welchem sich der Petersberg von oben betrachten lässt. Ansonsten geht es den Forstweg weiter bis zur Riesenkopfalm.

Anfangs über eine Almwiese, geht es die letzten Höhenmeter recht steil im Wald hinauf bis zum Gipfel des Riesenkopf. Der Ausblick ist wunderbar und reicht vom Wendelstein bis hinein in die Chiemgauer Alpen.

Der Abstieg ist relativ unspektakulär und verläuft größtenteils durch dichten Bergwald. Erst weiter im Tal führt er über einige Almwiesen und schließlich am Fuße des Riesenkopf nach Flintsbach zurück. Dieses letzte Stück welches kurz vor Altenburg abzweigt, ist allerdings wenig begangen und der Waldweg lässt sich nicht immer sofort erkennen. Etwas Orientierung ist hier unter Umständen von Nöten.

Die Rundwanderung lässt sich auch sehr gut im Hochsommer durchführen, da ein Großteil der Strecke im schattigen Wald zurück gelegt wird. Eine ausreichende Kondition ist erforderlich und jedoch nur am letzten Stück des Gipfels auch Trittsicherheit. Da der Riesenkopf eher abseits der „beliebten“ und bekannten Berge liegt, sind die Chancen nicht gerade gering, dass man auf weiten Teilen der Wanderung alleine ist.

GPS-Track

Bei GPSies könnt Ihr euch den Track ansehen und in verschiedenen GPS Formaten herunterladen. Mit einem Klick auf „Track anzeigen“ landet Ihr dort.

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