Manchmal ist es besser schnell ja zu sagen, als erst lang zu überlegen. So z.B. auf die Frage hin, ob man kurzfristig bei Regenwetter mit auf den Wallberg laufen möchte. Da es ja aber kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung gibt, war der Entschluss schnell gefasst und mit 3 Lauf-Partnern starteten wir später des Tages am Fuße des Wallberges von der Talstation der Wallbergbahn aus. Für mich als Berglauf-Anfänger ist der Wallberg ideales Terrain, da er moderate Höhenmeter und ein nicht zu ausgesetztes Profil bietet, aufgrund der Länge aber trotzdem eine gewisse Herausforderung besteht.

Auf 4,5 Kilometer Länge ging es schließlich auf der Berglaufstrecke des Wallberglaufes bis zur Gipfelstation der Wallbergbahn empor. Dabei legt man 750 Höhenmeter auf unterschiedlichem Untergrund zurück. Anfangs mit breiter Forststraße auf dem Sommerweg, wird der Weg später ab dem Winterweg zunehmend schmaler und schwieriger zu laufen. Die Steigung ist immer knackig und nur wenige ebene oder leicht steigende Abschnitte sind vor zu finden, z.B. kurz vor dem Wallberghaus. Den letzten Kilometer bis zur Bergstation läuft man dann wieder auf einem breiten Forstweg, der allerdings nicht minder steil ist.

Aufgrund des Regenwetters und der Nässe war besondere Vorsicht geboten. Ohne vernünftige Schuhe die auch auf nassen Steinen guten Halt bieten, sollte man sich bei diesem Wetterbedingungen nicht auf den Wallberg wagen.

Nach knapp 50 Minuten erreichten wir gemeinsam unser Ziel, die Bergstation. Den Gipfel des Wallberges schenkten wir uns, da etwas durchgenässt durch anhaltenden Nieselregen und kaltem Wind die Motivation der anderen Läufer nicht mehr sehr hoch war.

Bergab wählten wir den mit 5,4 Kilometern etwas längeren Sommerweg und stürzten uns ins Tal hinab. 30 Minuten später waren wir dann wieder am Ausgangspunkt angekommen. In Summe trotz des Wetters ein sehr schöner Berglauf, welcher bisher mein höchster und längster Berglauf war. Am Tag danach meldeten sich dann auch die Oberschenkel zu Wort, denen wohl gerade der stark stauchende Abstieg nicht sehr vertraut war. Aber auch Muskelkater geht vorbei und so freue ich mich schon darauf den nächsten Berg laufend zu bezwingen.

GPS-Track

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