Auch in der recht flachen Sächsischen Schweiz kann man an einem Tag schnell 1.000 Höhenmeter zusammen bekommen, so z.B. bei einer längeren Wanderung im Gebiet des Großen Winterberges. Damit dies klappt, muss man dann allerdings am tiefst möglichen Punkt starten. In unserem Falle war dies in Schmilka auf 140 Höhenmeter.

Route

Mit 22 Kilometern Länge und knapp 1.000 zu überwindenden Höhenmetern ist diese Rundwanderung etwas anspruchsvoller hinsichtlich der Kondition. Technisch gibt es keine Herausforderungen. Den GPS-Track findet Ihr am Ende der Seite.

Los geht´s direkt in Schmilka, wohin man entweder per S-Bahn (Bahnhof Schmilka) und per Fähre über die Elbe gelangt, oder per PKW, den man auf dem Parkplatz an der Elbe abstellen kann. Vorbei an der mittlerweile liebevoll restaurierten alten Mühle, geht es auf dem markierten Wanderweg „Bergsteig“ zum direkten Aufstieg auf den Großen Winterberg. Auf gerade mal 2,5 Kilometer bis zum Gipfelplateau, legt man schon 430 Höhenmeter zurück. Ein Großteil des Weges führt durch dicht bewachsenen Buchenwald, wodurch man diese Tour auch im Hochsommer gehen kann. Auch der weitere Weg ist vielfach durch ein Blätterdach, Felsen oder tiefe Schluchten geschützt, die einen sehr warmen Sommer-Tag um einiges erträglicher werden lassen.

Auf dem Winterberg angekommen bietet sich der Besuch des Eishauses, eine Informationsstelle des Nationalparks Sächsische Schweiz, an. Etwas versteckt an der linken Seite des Berghotels ist außerdem der Eingang zum Aussichtsturm zu finden (Eintritt kostet 1€) auf welchem man eine beeindruckende Rundumsicht hat.

Weiter geht es auf dem ausgeschilderten Fremdenweg in die Richterschlüchte, vorbei am Krienitzgrab. Kurz bevor man dann in die eigentlichen Richterschlüchte absteigt, sollte man rechterhand noch die Richtergrotte besuchen, an derer nach Regenfällen ein kleiner Wasserfall in die Tiefe stürzt.

Der Weg durch die Richterschlüchte ist im oberen Drittel sehr steinig und etwas schwierig zu gehen, da hier kein direkter Wanderweg existiert, sondern ein Naturweg welcher über grobe Sandsteine führt. Im unteren Teil der Klamm geht es dann vorwiegend über ein ausgetrocknetes und ebenes sandiges Flussbett dahin. An deren Ende angekommen biegt man rechts in das Trockental Großen Zschand ab. Recht eben geht es weiter bis zum Anfang der Hickelschlüchte, an deren Ende sich wiederrum die Hickelhöhle befindet. Von hier an beginnt nun der etwa 4 Kilometer lange Weg entlang der Thorwalder Wände. Sobald man diese passiert hat, führt ein kleiner Wanderweg (Großer Hochhübelweg) wieder Bergab und zurück in den Großen Zschand und weiter zum Zeughaus.

Auf dem Roßsteig gelangt man nach einigen längeren Anstiegen schließlich zur Goldsteinaussicht, zum Katzenstein und schließlich geht man wieder ein Stück auf dem Fremdenweg zurück Richtung Winterberg. Statt aber zu diesem abzubiegen, folgt man dem Müllerweisenweg zur Kipphornaussicht. Von hier aus hat man einen beeindruckenden Ausblick in die Böhmische Schweiz und auf die Elbe bis nach Bad Schandau.

Zuletzt folgt man noch einem kleinen Stück die asphaltierte Winterbergstraße und den sich anschließenden Erlsgrund immer Bergab und gelangt damit zurück zum Ausgangspunkt in Schmilka. Als reine Gehzeit für die Rundtour sollte man mindestens 5 bis 6 Stunden einplanen. Am Berghotel auf dem Winterberg und im Zeughaus hat man außerdem die Möglichkeit einzukehren.

GPS-Track

Bei GPSies könnt Ihr euch den Track ansehen und in verschiedenen GPS Formaten herunterladen. Einfach auf die untere Grafik klicken.

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