Der einzige Wanderweg auf die Nördliche Linderspitze führt von Mittenwald aus über das Dammkar auf den 2372 Meter hohen Gipfel. Die drei Linderspitzen liegen östlich von Mittenwald im Karwendel innerhalb der Nördlichen Karwendelkette. Die Mittlere und Südliche Linderspitze sind nur über Klettersteige, den Mittenwalder Höhenweg bzw. den Heinrich Noe Weg zu erreichen. Deren Einstiege beginnen teilweise direkt auf oder in der Umgebung der Nördlichen Linderspitze.

Den GPS-Track zur Wanderung findet Ihr am Ende des Beitrages.

Aufstieg

Als Startpunkt der Wanderung wird oftmals entweder der Bahnhof in Mittenwald oder die Talstation der Karwendelbahn genutzt. Direkt hinter der Talstation beginnt auch der Wanderweg hinauf ins Dammkar. Ausgeschildert ist an dieser Stelle nur die Dammkarhütte auf 1650 Metern Höne, welche den Eingang zum Dammkar markiert. Die Gehzeit bis zur Hütte wird mit 3:20 Stunden angegeben, obwohl 2:30 Stunden weitaus realistischer sind.

Die ersten Kilometer geht es durchgängig steil im dichten Misch- später Nadelwald empor. Der Weg ist in Karten als Ochsenbodensteig markiert und an dessen höchster Stelle bekommt man das erste Mal einen Ausblick auf das Dammkar. Kurz hinter der Seilbahn-Talstation zur Dammkarhütte, trifft der Ochsenbodensteig auf den Weg, welcher kurze Zeit später als breite Forststraße ins Tal hinab führt und auf dem Rückweg begangen wird.

Wir folgen dem Weg allerdings im Zickzack weiter aufwärts durch dichten Latschenbewuchs und erreichen bald die Dammkarhütte. Von nun an lassen wir jegliche Vegetation hinter uns und laufen größtenteils über losen Schotter. Der erste steile Anstieg hinter der Dammkarhütte besteht dabei aus besonders großen Steinen.

Nach nicht einmal 30 Minuten erreicht man die Merk-Kronwitter-Hütte. Ein Rettungs- und Ausbildungsstützpunkt der Bergwacht Mittenwald. Spätestens jetzt, beim erreichen des hinteren Dammkars, haben die erste GPS-Geräte große Schwierigkeiten mit dem Empfang. Die Talmulde ist zu fast allen Seiten von hohen Bergflanken umgehen und selbst im Hochsommer hat die Sonne es schwer, bis hierher vor zu dringen. Entsprechend lange ist mit Schneefeldern zu rechnen.

Am Ende des Dammkars angelangt geht es weiterhin über einen steilen Wanderweg hinauf bis zum Eingang des Ski-Tunnels. Dieser unterquert den südlichen Karwendelkopf und die Westliche Karwendelspitze. Auf der anderen Seite angekommen, liegt die mittlere Karwendelgrube unmittelbar vor uns mit der Bergstation der Karwendelbahn. In Süd-Westlicher Ausrichtung ist schon die Nördliche Linderspitze zu erkennen. Über den ausgewiesenen Panorama Rundweg gelangt man in weniger als 30 Minuten auf deren kleinen Gipfel. Bei gutem Wetter wird man dann entsprechend mit einer schönen Aussicht in das Wettersteinmassiv und Karwendelgebirge belohnt.

Abstieg

Nach der Umrundung auf dem Panoramaweg, hat man entweder die Möglichkeit mit der Seilbahn zurück ins Tal zu fahren oder auf fast identischem Wege hinab zu wandern. Statt auf den Ochsenbodensteig abzubiegen (was man trotzdem tun kann), geht es auf einem gut ausgebauten und leicht zu laufenden Forstweg hinab. Dieser endet nicht unweit des vorher gewählten Aufstiegs an der Talstation der Karwendelbahn.

Für den Aufstieg bis zur nördlichen Linderspitze samt Umrundung des Panorama-Weges sollte man ca. 4 Stunden reine Gehzeit einplanen. Der Abstieg ins Tal dauert nochmals 1,5 – 2 Stunden länger. Die Länge der Wanderung beträgt etwas mehr als 17 Kilometer, bei denen 1.500 Höhenmeter überwunden werden. Ein frühzeitiger Start ist somit sehr zu empfehlen. Besondere Schwierigkeiten oder kleinere Kletterstellen gibt es nirgends. Einzig bei Schnee und feuchtem Wetter sollte stets auf einen sicheren Tritt geachtet werden.

GPS-Track

Bei GPSies könnt Ihr euch den Track ansehen und in verschiedenen GPS Formaten herunterladen. Einfach auf die untere Grafik klicken.

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