2 Alpenpässe an einem Tag mit dem Rennrad zu erreichen ist nicht unbedingt etwas besonders. Wenn dazwischen aber 3 Alpen-Stauseen und 1 Natursee liegt, sieht dies schon ganz anders aus.

Die folgende Tour welche ich euch vorstellen möchte, führt uns in die Grenzregion Tirol/Vorarlberg, mit dem bekannten Galtür als Startort. Dabei geht es auf nur 45 Kilometern Länge aber 1.200 Höhenmetern über die Silvretta-Hochalpenstraße und das Zeinisjoch. Die GPS-Daten zur Tour findet Ihr am Ende des Beitrages.

Silvretta-Hochalpenstraße

Ab Galtür beginnt die Silvretta-Hochalpenstraße, welche über die Bielerhöhe das Paznaun mit dem Vermunt verbindet. Die sehr gut ausgebaute Straße ist nur im Sommer geöffnet und für Kraftfahrzeuge mautpflichtig.

Die nördliche Auffahrt ab Galtür beginnt auf ca. 1700 m Höhe. Dieser Streckenabschnitt ist selten steil und bereits nach 10 Kilometern und nur 2 Kehren erreicht man den höchsten Punkt der Tour, den Pass Bielerhöhe auf 2037 m Höhe. Auf der Passhöhe befindet sich auch der künstlich angelegte Silvretta-Stausee.

Was nun folgt ist die fast durchgehend steile Abfahrt ins Vermunt. Etwa 16 Kilometer lang geht es über 32 Kehren bergab bis nach Partenen. Im oberen Teil der Abfahrt passiert man dabei noch den Vermunt-Stausee. Nach der teils rasanten Abfahrt ins Tal, die aufgrund der vielen Kehren auch die Bremsen gut fordern, kann man ab Partenen oder Gaschurn wieder umkehren.

Zeinisjoch

War es bis hierher noch eine recht gemütliche Rennrad-Tour, so ändert sich dies abrupt. Fast 850 Höhenmeter müssen zum Zeinisjoch überwunden werden. Der Pass liegt auf 1822 Meter Höhe und liegt damit 200 Meter tiefer als die Bielerhöhe.

Die Auffahrt führt über eine enge, gut asphaltierte Straße, welche für den motorisierten Verkehr gesperrt wurde. Steigungen bis zu 20% sind hier keine Seltenheit und die exponierte Lage gen Südwest bietet oft nur wenig Schatten, was die Auffahrt im Sommer zusätzlich erschwert. Im oberen Drittel glänzt die Straße zudem durch unzählige Spitzkehren.

Im Gegensatz zur sehr beliebten Silvretta-Hochalpenstraße hat man hier allerdings seine Ruhe und wird nicht aller paar Sekunden von PS-Monstern überholt.

Nach 12 Kilometern Schweißtreibender Auffahrt, erreicht man schließlich den Parkplatz am Kops-Stausee, dessen Staumauer man während der Auffahrt schon bewundern konnte. Direkt angrenzend befindet sich der Zeinis-See, sowie die eigentliche Passhöhe. Auf einer kurzen, nicht allzu steilen und kurvigen, dafür aber schnellen Abfahrt, erreicht man nach wenigen Kilometern wieder den Ausgangspunkt in Galtür.