Der Hohe Schneeberg (722 m) im deutsch-tschechischen Grenzgebiet der Sächsisch-Böhmischen Schweiz, eignet sich hervorragend als Ziel für eine Cyclocross Tour. Als höchster Berg im Elbsandsteingebirge und mit seinem markanten Turm auf dem Gipfel-Plateau, ist er oft aus der Ferne schon gut zu erkennen.

Den GPS-Track zu dieser kurzen aber knackigen Tour findet ihr am Ende der Seite.

Tour

Startet man von Deutschland aus, so führt der direkte Weg zum Schneeberg fast immer über die grüne Grenze bei Rosenthal und ein Stück davon auf der alten Reichsstraße 177 entlang.

Wir starten in Papstdorf und über den mittlerweile sehr löchrigen, aber noch asphaltierten Querweg, ging es dem großen Waldgebiet rund um Cunnersdorf entgegen. Nach einer kurzen Abfahrt in Richtung Kleingießhübel, verlässt man anschließend die Straße und folgt dem Krippenbach Talaufwärts. Über sehr gute Forststraßen erreicht man relativ zügig den Taubenteich. Im Sommer ist der Teich leider oft sehr zugewachsen, weshalb ein Sprung ins kühle Nass noch warten sollte. Am neu errichteten Forststeig Elbstandstein gelegen, hat man hier aber die Möglichkeit in einer Biwak-Hütte zu übernachten.

Weiter geht es durch dichten Wald zum Fuchsteich. Dieser ist deutlich kleiner und schattiger gelegen, daher aber auch kaum bewachsen. Hier bietet sich jetzt die Möglichkeit für eine Abkühlung.

Die Fuchsbachstraße führt uns schließlich auch weiter zur alten Reichsstraße 177, heute Schneeberger Straße. Oberhalb von Rosenthal gelegen, überfährt man hier die deutsch/tschechische Grenze. Bis zum Schneeberg sind es nun nur noch wenige Kilometer welche auf Asphalt zurück gelegt werden. Wer ganz mutig ist, kann sich auch mit dem Rennrad auf den Schneeberg quälen, aber spätestens bei der Abfahrt wird man keine Freude mehr haben. Die Straße ist einfach in einem zu schlechten Zustand. Schlaglöcher und kleine gemeine Erhebungen reihen sich aneinander.

Die Auffahrt zum Schneeberg beginnt auf dieser Tour eigentlich schon am Fuchsteich. Von dort an gewinnt man stetig einige Höhenmeter hinzu. Aber erst ab dem kleinen Ort Sneznik kann man die richtige Auffahrt erkennen. Hier trifft man auch auf die Südauffahrt von Jilove. In diesem letzten Teil überwindet man auf 2,5 Kilometer Länge nochmal 150 Höhenmeter. Auf dem Schneeberg angekommen, wird dann auch der weithin sichtbare Turm erkennbar und es bietet sich ein wunderbarer Blick tief in die Böhmische Schweiz und das Böhmische Mittelgebirge.

Bis zur Grenze geht es erstmal auf dem identischen Weg zurück. Hier verlassen wir den Asphalt und durchqueren auf einer rasanten Abfahrt das Tal der dürren Biela. Nach kurzem Besuch in Ottomühle geht es über einen alten Plattenweg aus DDR-Zeiten zurück nach Rosenthal und weiter durch den Wald nach Cunnersdorf. Hier schließt sich dann der Kreis und wir erreichen wieder den Querweg, welcher uns zum Start der Tour bringt.

Diese Tour ist mit 47 Kilometern und 700 Höhenmetern recht kompakt, aber auch sehr abwechslungsreich. Offene weite Landschaften wechseln sich mit dichtem Wald ab. Etwas Asphalt und viele Forst- und Waldwege bieten genau die richtige Mischung um auch etwas schneller voran zu kommen. Die gesamte Gegend ist relativ dünn besiedelt, sodass Autoverkehr kaum wahrnehmbar ist. Daher meine Empfehlung: unbedingt einmal nachfahren!

GPS-Track

Bei GPSies könnt Ihr euch den Track ansehen und in verschiedenen GPS Formaten herunterladen. Mit einem Klick auf „Track anzeigen“ landet Ihr dort.

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