Die gesamte Sächsisch-Böhmische Schweiz ist zwar ein perfektes Cyclocross-Revier, doch im Nationalpark muss man aufpassen! Denn hier sind nur wenige Wege zur Befahrung mit dem Fahrrad freigegeben. Wer eine entsprechende Runde durch den Nationalpark plant, sollte hier auf aktuelle Karten zurück greifen. Andernfalls ist mit Bußgeldern zwischen 25 und 2.500 € zu rechnen.

Oder aber ihr nutzt einfach diese Tour als Vorlage. Auf 120 Kilometer Länge und 2.100 zu überwindenden Höhenmetern, geht es einmal quer durch die beiden deutschen Nationalpark-Teile, die böhmische Schweiz und über Decin wieder zurück. Asphaltierte Straßen, Waldwege, Schotterpisten und Single-Trails erwarten euch bei dieser Tour. Es geht immer wieder auf und ab, ohne aber allzu lange oder schwere Anstiege meistern zu müssen. Der größte Teil der Strecke verläuft zudem auf sehr verkehrsarmen Nebenstrecken.

Den GPS-Track findet ihr am Ende des Beitrags.

Tour

Wir starten zu dieser Tour im linkselbischen Teil der Sächsischen Schweiz und erreichen das erste Highlight bereits kurz hinter Bad Schandau. Dort beginnt das Polenztal und der westliche Teil des Nationalparks.

In einem engen Sandstein-Canyon schlängelt sich der Fluss Polenz durch wilden Schluchten hindurch. Offiziell darf man mit dem Fahrrad nur bis etwa zur Mitte des Tales fahren. Ab der Waltersdorfer Mühle ist eine Weiterfahrt untersagt. Vermutlich weil es hier bei entsprechendem Besucherandrang sehr eng zugeht. Hier hat man nun mehrere Möglichkeiten. Entweder schiebt man (was teilweise nicht ausbleibt, denn der folgende Pfad ist nicht immer gut zu befahren), man fährt (und schiebt) trotzdem durch (nur ganz früh morgens oder spät abends zu empfehlen) oder man folgt ab der Waltersdorfer Mühle weiter dem Radweg. Dieser führt über die Ziegenrücken- und Wartenbergstraße weiter nach Hohnstein.

Dieser besonders schöne, untere Teil des Polenztales ist leider schnell durchquert. An dessen Ende erreicht man die Dresdner Straße, welche sich in 5 Serpentinen nach oben schlängelt und uns nach Hohnstein führt. Die gleichnamige Burg Hohnstein befindet sich direkt am Weg und kann bereits während der Auffahrt bestaunt werden. Mit Hohnstein verlassen wir auch wieder den Nationalpark und über eine Hochebene geht es durch kleinere Ortschaften weiter bis nach Lichtenhain. Nach einer rasanten Abfahrt in das wildromantische Kirnitzschtal erreichen wir jetzt den wesentlich größeren, östlichen Teil des Nationalparks. Durch diesen geht es dann auf bestens präparierten Waldautobahnen immer weiter gen Osten. Über den grünen Grenzübergang Hinterdittersbach, erreichen wir Tschechien und ein kleiner, schmaler asphaltierter Weg führt uns durch enge und feuchte Schluchten immer weiter empor.

Am Rande des böhmischen Nationalparks entlang, wird das Gelände langsam offener und über Rainwiese und Herrnskretschen wird als nächste Ziel Decin ins Auge gefasst.

In Decin angekommen, sind besonders das Schloss und die Schäferwand einen Besuch wert. Letztere lässt sich auch mit dem Fahrrad erklimmen, wobei die Steigung welche über Kopfsteinpflaster führt, nicht gerade moderat ausfällt. Oben angekommen wird man dafür mit einem grandiosen Ausblick in die Böhmische Schweiz belohnt.

Im weiteren Teil gibt uns die Elbe den Weg vor. Auf dem Elberadweg geht es zurück nach Deutschland. Nur auf einem kurzen Abstecher verlassen wir den Elberadweg und durchqueren kleinste abgelegene Siedlungen in den Elbhängen. Über Schöna, Reinhardtsdorf und Krippen, geht es teils über Straße teils auf Waldwegen zurück zu unserem Ausgangspunkt in Papstdorf.

GPS-Track

Bei GPSies könnt Ihr euch den Track ansehen und in verschiedenen GPS Formaten herunterladen. Mit einem Klick auf „Track anzeigen“ landet Ihr dort.

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