Diese Wanderung zum Wildalpjoch ist explizit für Wanderer gedacht, die aus dem Großraum München per Bahn anreisen wollen. Denn der Start liegt am Bahnhof in Brannenburg und unser Ziel wird der Bahnhof in Bayrischzell sein. Dies ist also keine Rundwanderung!

Beide Bahn-Strecken werden teils stündlich von München aus angefahren und eignen sich daher perfekt für einen Tagesausflug in die Münchner Hausberge.

Die ruhige Alternative zum Wendelstein

Wer um den Wendelstein mit seinen Touristen-Massen einen großen Bogen machen möchte und etwas Ruhe sucht, wird um das Wildalpjoch nicht herum kommen. Es ist ein eher von Einheimischen begangener Gipfel und somit viel weniger frequentiert als sein direkter Nachbar der Wendelstein. Die Aussicht ist zudem weitestgehend identisch.

Die Tour von Brannenburg über Wildalpjoch nach Bayrischzell ist 18 Kilometer lang und 1.300 Höhenmeter müssen überwunden werden. Eine entsprechend gute Kondition sollte vorhanden sein. Die reine Gehzeit beträgt 5 bis 6 Stunden. Obwohl der Weg unterhalb der Käserwand zum Wildalpjoch als Schwarz markiert ist, braucht man hier keine Angst haben, Klettern zu müssen. Die gesamte Tour ist technisch wenig anspruchsvoll, lediglich eine gute Kondition muss aufgrund der Länge und Höhenmeter gegeben sein.

Aufstieg

Vom Bahnhof in Brannenburg geht es bis zum Gipfel nur noch bergauf. Nur ein ganz kleines Stück in der Nähe der Kronberger Alm ist eben bzw. mit leichtem Gefälle. Umso näher man dem Gipfel kommt, umso steiler wird es im Laufe der Wanderung auch.

An Gehöften vorbei, die oberhalb von Brannenburg liegen, erreicht man bald die Gleise der Wendelsteinbahn. Diesen folgt man eine Weile, bevor der breite Wanderweg verlassen wird und über den Mühlbach der steile aber schattige Aufstieg Richtung Kronberger Alm erfolgt. Der zuvor noch dichte Wald wird nun immer lichter und über Almen geht es steil empor.

Den ersten tollen Ausblick kann man anschließend auf das Sudelfeld erhaschen, bevor es unterhalb der Käserwand auf steinigen Pfaden weiter in Richtung Wildalpjoch geht.

Die Käserwand ist besonders bei Kletterern beliebt, welche über das untere Sudelfeld schnell an deren Kletterrouten gelangen. Von hier aus ist es nun nur noch ein Katzensprung bis zum Wildalpjoch. Über eine letzte Alm vorbei, steht man dann schon auf dem Gipfel und hat einen wahrlich grandiosen Rundblick.

Abstieg

Der Abstieg ist bedeutend kürzer als der Aufstieg und es geht nach Bayrischzell auch nicht so weit bergab, wie es von Brannenburg bergauf ging. Hinter dem Wildalpjoch geht es sogleich bergab und durch Latschen und steinige Wanderwege unterhalb des Seewandköpfls vorbei in Richtung der Bergstation des Lacherlifts.

Spätestens ab hier stößt man unweigerlich auf die Touristenmassen welche vom naheliegenden Wendelstein per Bahn hochgefahren sind und den Wanderweg ins Tal benutzen. Über die Wendelsteiner Almen geht es auch für uns talwärts. Wer aufmerksam ist, wird auf den Almen mit etwas Glück auch Gämse entdecken können.

Über Hochkreuth endet schließlich der sonnige, einfache Abstieg und die letzten Höhenmeter nach Bayrischzell legt man im schattigen Wald zurück.

GPS-Track

Bei GPSies könnt Ihr euch den Track ansehen und in verschiedenen GPS Formaten herunterladen. Mit einem Klick auf „Track anzeigen“ landet Ihr dort.

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