Abseits der stark befahrenen Sudelfeldstraße, gibt es mit der Stichstraße hinauf zur Soinhütte eine kleine aber steile und ruhige Herausforderung. Obwohl überall als Soinhütte ausgeschildert und beschrieben, führt der asphaltierte und für Rennräder geeignete Teil nur hinauf bis zur Lacheralm. Die Soinhütte liegt auf der Rückseite des Seewandköpfls und ist nur über Wander-/Schotterwege zu erreichen.

Auffahrt

Auf das Sudelfeld gelangt man entweder über Bayrischzell, Brannenburg oder Niederaudorf. Die Abzweigung zur Soinhütte findet sich etwa in der Hälfte des Sudelfeldes, gegenüber der Straße nach Grafenherberg.

Da die Soinhütte der Bundeswehr gehört, macht ein entsprechendes Verbotsschild auf die untersagte Befahrung aufmerksam. Da dieses Verbot für Fahrzeuge aller Art gilt, müsste man theoretisch auch das Fahrrad schieben. Letztendlich ist es dann wohl nur eine Frage der Haftung falls hier etwas passiert. Also schön vorsichtig fahren!

Nur im ersten kurzen Abschnitt ist die Straße in einem hervorragenden Zustand. Danach ist sie zwar weiterhin durchgängig asphaltiert, aber teils mit großen Rissen und Erhebungen versehen. Beim langsamen hinauf fahren stört dies nicht weiter, aber bergab mindert es etwas die Freude.

Die Auffahrt zur Lacheralm ist 3,2 Kilometer lang und es werden 360 Höhenmeter überwunden. Entsprechend steil präsentiert sich das Profil. Nur ganz zu Beginn und im mittleren Teil geht es mit Steigungswerten von unter 10% empor. Ansonsten erreicht die Straße gerade im oberen Teil locker die 20% und ist entsprechend schwer zu fahren. Für Geschichts-interessierte, kurz nach Beginn der Auffahrt befindet sich auf rechter Seite der Weg zu den Ruinen der Versuchsanlage für Hochfrequenztechnik des Außenkommandos Sudelfeld – Luftwaffe aus NS-Zeiten.

Fast durchgängig führt die schmale Straße über eine offene Almlandschaft mit wenig Schatten, vorbei an Schweinsteiger- und Oberer Lacheralm, bis kurz hinter die Lacheralm. Begleitet wird sie von einem kleinen Lastenlift, welcher zur Versorgung der Soinhütte errichtet wurde. Der asphaltierte Teil der Straße endet auf 1.419 Meter in einem Bergkessel wo sich einerseits ein guter Blick auf das 1.664 Meter hohe Seewandköpfl bietet und zur anderen Seite hin das gesamte Sudelfeld überblickt werden kann.

Hinab auf die Sudelfeldstraße geht es auf identischem Wege. Aufgrund der Beschaffenheit und dem hohen Gefälle der Straße ist die Abfahrt allerdings nicht sehr schnell und die Bremsen der beste Freund.

GPS-Track

Bei GPSies könnt Ihr euch den Track ansehen und in verschiedenen GPS Formaten herunterladen. Mit einem Klick auf „Track anzeigen“ landet Ihr dort.

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