Eine wunderschöne, aber ebenso anstrengende Cyclocross-Tour führte uns kürzlich von München über den Wallberg, durch die Valepp hindurch bis zur Ackernalm und zum Abschluss hinauf zur Wildenkaralm. Im Anschluss ging es von Kufstein aus per Bahn zurück nach München. Die Strecke verläuft auf etwa 50% geteerter Straße, 30% guten Waldwegen und 20% eher alpinen Waldwegen mit gröberen Steinen und Schotter.

Für die Tour sollte man den gesamten Tag einplanen, da auf 110 Kilometer Länge, noch 2.200 Höhenmeter bewältigt werden müssen. Außerdem sollte man vorweg wissen, dass die Auffahrt zum Wallberg über den Sommerweg eine echte Herausforderung darstellt. Die Steigungswerte liegen hier kaum unter 20% und gerade im Mittelteil, kamen auch wir nicht drum herum, den Crossser zeitweise schieben zu müssen. Zu steil und zu grober Untergrund für Cyclocrosser. Trotzdem ein riesen Spaß und umso schöner der Moment, wenn man am Wallberg-Sattel angekommen ist.

Am Ende des Beitrages findet ihr die GPS-Datei zum Download.

Streckenverlauf

Von München aus bieten sich verschiedene Anfahrtsmöglichkeiten zum Tegernsee an. Eine der schönsten führt allerdings durch den Hofoldinger Forst und am Taubenberg vorbei direkt nach Rottach-Egern.

Und wie es sich für Cyclocrosser gehört, bekommt man hier nur wenig Asphalt unter die Räder. Der Untergrund im Wald ist allerdings fest und man kommt sehr schnell voran.

Die Strecke am Tegernsee entlang bis nach Rottach-Egern bietet wenig Variations-Möglichkeiten, sodass man hier häufig auf viele andere Radler, Fußgänger und Autos treffen wird.

Der Wallberg kommt nun auch immer näher und begrüßt uns schon mit seiner imposanten Nordwest-Flanke. Über den Sommerweg kommt man mit dem Cyclocrosser am besten hinauf, wenn auch, wie bereits in der Einleitung beschrieben, dies mit viel Schweiß und Schiebe-Arbeit verbunden ist. An Feiertagen und am Wochende ist bis zum Abzweig von Sommer- und Winterweg auch mit vielen, ja teils sehr vielen Wanderern zu rechnen. Danach hat man aber seine Ruhe und kann auf diesem gnadenlosen Anstieg sich das Herz aus dem Leib strampeln oder man schiebt einfach an den steilsten Stücken.

Im oberen Teil wird es zum Glück flacher, sodass man sich hier problemlos auf den Sattel schwingen kann und bis zum Wallberg-Sattel radelt. Wer nun noch Kraft in dem Beinen hat, kann versuchen zur Bergstation der Wallbergbahn vorzustoßen. Wir machten aber auf halbem Weg halt. Zu viele Wanderer, zu warm, zu steil und viel zu lockerer Untergrund. Deshalb geht es auf gut geteerter Straße über Portners Alm hinab zur Moni-Alm und auf der allseits bekannten Valepp-/Wechselstraße weiter bis zum Forsthaus Valepp.

Auf den nächsten 10 Kilometern führt die Route uns auf gröberen Kies und Schotter um das Sonnwendjoch herum. Hier sind wir im tiefsten Mountainbike-Revier und etwas Luft aus dem Reifen abzulassen schadet nicht. Der Untergrund wird deutlich schlechter, mit teils größeren Steinen und losem Schotter. Nichtsdesto trotz kommt man auch auf 33mm Reifen gut voran. Nach fast einer Stunde sanften Auf-und-Abs, erreicht man schließlich die Ackernalm.

Sollten die Beinen schon zu Müde sein kann man den nächsten Abzweig zur Wildenkaralm links liegen lassen. Ansonsten empfiehlt sich unbedingt ein Abstecher. Auf teils stark verwittertem Asphalt geht es nochmal einige hundert Höhenmeter hinauf. Da die Straße für den Verkehr gesperrt ist, hat man hier seine Ruhe und kann den Ausblick auf den Wilden Kaiser genießen.

Ab hier sind es dann nur noch 20 Kilometer bis nach Kufstein, auf denen nur noch ein längerer Anstieg kurz vor Hinterthiersee auf uns wartet.

GPS-Track

Bei GPSies könnt Ihr euch den Track ansehen und in verschiedenen GPS Formaten herunterladen. Mit einem Klick auf „Track anzeigen“ landet Ihr dort.

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