Ein toller Frühjahrsklassiker, um im Sommer gut in Form zu sein, ist eine Rennrad-Tour durch die bayrischen Voralpen.

Eine landschaftlich besonders schöne Variante führt über den Tegernsee durch die Valepp zum Spitzingsee und -sattel, weiter zum Sudelfeldpass über den Irschenberg und Taubenberg zurück zum Tegernsee. Am Ende der Tour hat man knapp 140 Kilometer und 2.000 Höhenmeter auf dem Tacho stehen. Mit Pausen und einem guten 27er Schnitt, ist man ca. 7 Stunden unterwegs. Landschaftlich sehr reizvoll ist der Kontrast von Alpenkulisse, Seen und den vorgelagerten Hügeln vom Ende der letzten Eiszeit (Irschenberg, Taubenberg) über welche diese Tour führt.

Beschreibung

Den Start der Tour kann man sich legen wie man möchte, um den „schwierigsten“ Teil aber am Anfang weg zu haben, sind wir kurz vor dem Tegernsee gestartet. Über Bad Wiessee und Rottach-Egern geht es anfangs größtenteils auf dem Radweg entlang und nur zu teilen direkt auf der B318, links um den Tegernsee herum. An dessen Ende geht es zum Fuße des Wallberges dann schon in die ersten Steigungen hinein. Diese Valepper Straße führt zum Wechsel-Pass (1031 m) hinauf. Dieser ist weitestgehend unbekannt und auch nicht markiert. Auf halber Strecke liegt die Moni-Alm, eine urige Wirtschaft im Sutten-Gebiet und etwas dahinter der Suttensee. Die Steigungen zum Wechsel-Pass variieren recht stark, sind aber nie steiler als 14%. Zu beachten gilt, bis nach Valepp ist diese Straße eine Mautstraße und kann daher von Autos befahren werden (was nur sehr selten vorkommt). Da sie aber sehr eng und teils unübersichtlich ist, sollte man vorausschauend fahren. Auch ein Linienbus verkehrt hier. Auf der Passhöhe angekommen folgt eine kürzere Abfahrt entlang der weißen Valepp, wo man an dessen Ende direkt in das Valepp-Tal gelangt.

Hier startet die Südauffahrt zum Spitzingsee und zum Pass Spitzingsattel (1129 m). Die Steigungen betragen hier unter 10% und nach 30 Minuten hat man die 250 Höhenmeter bis zum Spitzingsattel zurück gelegt. Von dort aus beginnt die rasante Abfahrt ins Tal auf derer man 350 Höhenmeter nach unten fährt. Im Tal angekommen geht es ein kurzes Stück auf der B307 zuerst bis zum Abzweig nach Aurach um dann auf den Fahrradweg ab zu biegen welcher uns nach Bayrischzell bringt.

Auf der B307 geht aus dann auch zum Sudelfeldpass (1123 m) hinauf. Bei etwa gleichmäßigen 12% Steigung geht es auf 4 Kilometer Länge nach oben. Das Passschild ist dort etwas versteckt unterhalb der eigentlichen Passhöhe. Wir folgen der B307 bis zu deren Ende und nehmen dann die Abfahrt nach Brannenburg. 2/3 der Höhenmeter sind bis jetzt schon geschafft und bis zum Irschenberg schließt sich ein flacherer Abschnitt an. Auch der Anstieg zum Irschenberg zieht sich sehr lang hin und starke Steigungen sind dadurch fast nicht vorhanden. Dafür entschädigt die Aussicht umso mehr.

Vom Irschenberg geht es über das goldene Tal nochmals weiter zu einer knackigen Auffahrt. Bis zu 18% bietet die Straße von Arnhofen nach Mittenkirchen. Diese ist zwar nur von kurzer Dauer, nach den bereits zurück gelegten Höhenmetern merkt man diese aber umso deutlicher in den Beinen. Über Weiler und Dörfer führt die Tour weiter nach Weyarn und zum Taubenberg. Obwohl dieser nur flankiert wird, lassen sich aus dem Mangfalltal hinauf nochmals Höhenmeter sammeln und am Ende des Taubenberges wieder ein fabelhafte Sicht in die Alpen erhaschen. Zurück zum Startpunkt am Tegernsee sind es nun nochmals 20 Kilometer auf fast ebener Strecke, die damit einen guten Ausklang  der Tour bieten.

Außer im Hochsommer und Winter lässt sich diese Tour zu jeder Jahreszeit gut fahren. Ein Großteil der Straßen sind ruhig bis sehr ruhig und nur wenige Abschnitte stark befahren.

GPS-Track

Bei GPSies könnt Ihr euch den Track ansehen und in verschiedenen GPS Formaten herunterladen. Einfach auf die untere Grafik klicken.

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